Meine Schwiegermutter setzte meine Kinder an den Katzentisch
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Meine Schwiegermutter setzte meine Kinder an den Katzentisch

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TEIL 21 — DIE WAHRHEIT ÜBER MEINE GROSSMUTTER

„Du hast Projekt Hayes gegründet?“

Meine Stimme klang fremd.

Meine Großmutter nickte.

„Ja.“

Ich konnte nicht glauben, was ich hörte.

„Warum?“

Sie sah auf den dunklen Tunnel.

„Weil ich damals dachte, ich könnte die Welt sicherer machen.“

Mein Vater lachte bitter.

„Und stattdessen hast du ein Monster erschaffen.“

„Das Monster war Victor.“

„Du hast ihm die Tür geöffnet.“

Meine Großmutter schloss die Augen.

„Ich weiß.“

Walter sagte:

„Wir haben alle Fehler gemacht.“

Ich sah ihn an.

„Du hast gewusst, was sie getan hat.“

„Ja.“

„Und trotzdem hast du sie geschützt.“

„Ja.“

„Warum?“

Walter sah mich an.

„Weil ich sie geliebt habe.“

Diese Worte trafen mich unerwartet.

Meine Großmutter sah ihn an.

Zum ersten Mal lag etwas Weiches in ihrem Blick.

„Und ich habe ihn geliebt.“

Mein Vater sagte:

„Und uns habt ihr vergessen.“

Niemand antwortete.

Plötzlich öffnete sich eine Tür.

Wir betraten einen riesigen unterirdischen Raum.

Server.

Bildschirme.

Kabel.

Überall blinkten Lichter.

Es sah aus wie eine geheime Stadt unter der Stadt.

Ethan blieb stehen.

„Das ist riesig.“

Daniel sagte:

„Wie viele Daten sind hier gespeichert?“

Meine Großmutter antwortete:

„Die Identitäten von fast vierzigtausend Menschen.“

Courtney wurde blass.

„Vierzigtausend?“

„Regierungsbeamte. Unternehmer. Wissenschaftler. Journalisten.“

Ich sah auf die Bildschirme.

„Und was will Victor damit?“

Meine Großmutter sagte:

„Kontrolle.“

Ein Bildschirm sprang an.

Victor erschien.

„Sehr gut.“

Er lächelte.

„Ihr habt es bis hierher geschafft.“

Mein Vater trat vor.

„Beende es.“

Victor lachte.

„Du glaubst wirklich, du kannst mich noch aufhalten?“

„Ja.“

„Du hast es schon einmal versucht.“

Victor zeigte auf mich.

„Aber diesmal habe ich Brandon.“

Ich spürte einen Stich in der Brust.

„Was willst du?“

„Du bist der letzte Schlüssel.“

„Ich öffne den Server nicht.“

„Das musst du nicht.“

Victor drückte einen Knopf.

Ein weiterer Bildschirm erschien.

Meine Kindheit.

Mein Unfall.

Das Krankenhaus.

Mein Vater.

Eine Ärztin.

Ein Gerät.

Ich sah, wie mein Vater etwas in meinen Kopf einspeichern ließ.

Meine Erinnerungen.

Meine Mutter begann zu weinen.

„Thomas …“

„Ich hatte keine Wahl.“

Victor sagte:

„Dein Vater hat die Zugangsdaten nicht nur versteckt.“

Er lächelte.

„Er hat den gesamten Server an dein neuronales Profil gekoppelt.“

Ethan flüsterte:

„Das heißt …“

„Nur Brandon kann ihn vollständig öffnen.“

Ich trat zurück.

„Dann zerstört ihn.“

Victor lachte.

„Das ist der Trick.“

„Welcher Trick?“

„Wenn du ihn zerstörst, stirbst du.“

Stille.

Courtney trat vor.

„Nein.“

Victor sagte:

„Der Server erkennt dich als Hauptschlüssel. Wenn du die Verbindung trennst, wird dein Gedächtnis überschrieben.“

Mein Vater schrie:

„Lügner!“

Victor lächelte.

„Teilweise.“

Meine Großmutter sah mich an.

„Es gibt einen anderen Weg.“

Victor wurde plötzlich ernst.

„Nein.“

Sie ging zu einer Konsole.

„Wir können das System zurücksetzen.“

„Was kostet es?“, fragte ich.

Sie sah mich an.

„Jemand muss bleiben.“

„Was bedeutet das?“

„Der Server braucht einen neuen Administrator.“

Ich verstand.

„Du.“

Sie nickte.

„Ich habe ihn erschaffen. Ich kann ihn beenden.“

Walter trat zu ihr.

„Nein.“

„Walter.“

„Ich lasse dich nicht allein.“

Sie sah ihn an.

„Du hast lange genug für mich gelogen.“

Er schüttelte den Kopf.

„Dann sterben wir eben zusammen.“

Meine Mutter trat vor.

„Nein.“

Alle sahen sie an.

„Wir haben schon genug Menschen verloren.“

Dann nahm sie meine Hand.

„Brandon muss leben.“

Ich sah meinen Vater an.

„Was würdest du tun?“

Er sah mich lange an.

„Ich würde dich retten.“

Ich nickte.

Dann hörten wir Schritte.

Mehrere Männer kamen durch den Tunnel.

Victor erschien persönlich.

Er stand am anderen Ende des Raumes.

„Genug.“

Hinter ihm standen bewaffnete Männer.

Walter trat vor.

„Victor.“

„Walter.“

Victor hob die Waffe.

Doch bevor er schießen konnte, sprang jemand aus dem Schatten.

Ein Schuss.

Victor taumelte.

Die Männer gerieten in Panik.

Daniel zog Courtney hinter eine Konsole.

Ethan griff nach meiner Hand.

„Zum Server!“

Wir rannten.

Ich erreichte die Hauptkonsole.

Mein Anhänger passte exakt in eine kleine Öffnung.

Ich setzte ihn ein.

Der gesamte Raum begann zu vibrieren.

Auf dem Bildschirm erschien:

IDENTITÄT BESTÄTIGT.

Dann:

BRANDON HAYES.

Und darunter:

ZUGANG ZU PHASE ZWEI.

Ich sah meinen Vater an.

„Phase Zwei?“

Er wurde blass.

„Das habe ich nie programmiert.“

Ein Countdown erschien.

10:00

„Was passiert in zehn Minuten?“

Meine Großmutter sah auf den Bildschirm.

Dann sagte sie:

„Das ist nicht der Server.“

„Was?“

Sie flüsterte:

„Das ist der Startpunkt.“

„Für was?“

Der Countdown lief weiter.

09:42

Victor lag am Boden.

Er lachte.

„Ihr versteht es immer noch nicht.“

Er hob den Kopf.

„Projekt Hayes war niemals das Ziel.“

Ich sah ihn an.

„Was dann?“

Er lächelte.

„Die Welt.“