Meine Schwiegermutter setzte meine Kinder an den Katzentisch
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Meine Schwiegermutter setzte meine Kinder an den Katzentisch

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TEIL 11 — COURTNEY IST VERSCHWUNDEN

„COURTNEY!“

Ich fiel neben ihr auf die Knie.

Blut.

Mein erster Gedanke war, dass sie getroffen worden war.

Doch als ich ihre Schulter berührte, öffnete sie plötzlich die Augen.

„Brandon …“

„Ich bin hier.“

„Der USB-Stick …“

Ich sah mich um.

Er war tatsächlich verschwunden.

Ethan stand einige Meter entfernt.

Seine Waffe war noch in seiner Hand.

Richard lag hinter einem Pfeiler und hielt sich die Seite.

Daniel kniete neben ihm.

Und der Mann im schwarzen Anzug war verschwunden.

„Wer wurde getroffen?“, fragte ich.

Ethan antwortete:

„Niemand von uns.“

Ich sah ihn an.

„Dann warum liegt Courtney am Boden?“

Ethan zeigte auf ihren Rücken.

Dort steckte eine kleine Metallkapsel.

„Das ist kein Projektil.“

Er zog sie vorsichtig heraus.

Darauf stand:

BLACKSTONE — EXTRACTION DEVICE.

Ich verstand sofort.

„Was ist das?“

Ethan sah mich ernst an.

„Ein Ortungssender.“

Courtney setzte sich langsam auf.

„Sie wollten mich nicht töten.“

„Nein“, sagte Ethan.

„Sie wollten dich finden.“

Ich sah ihn an.

„Warum?“

„Weil du der Schlüssel bist.“

Ich wurde wütend.

„Hört endlich auf, mich oder Courtney als Schlüssel zu bezeichnen! Wir sind Menschen!“

Ethan schwieg.

Dann sagte er:

„Genau deshalb wollte ich dich schützen.“

Richard kam langsam auf uns zu.

„Wir müssen hier weg.“

Ich half Courtney auf.

„Und der USB-Stick?“

Ethan sah mich an.

„Ich habe ihn.“

Ich erstarrte.

„Du?“

Er nickte.

„Ich habe ihn genommen, bevor der Schuss fiel.“

Ich ging auf ihn zu.

„Gib ihn mir.“

„Nein.“

„Ethan.“

„Brandon, hör mir zu.“

Er zog den USB-Stick aus seiner Tasche.

„Wenn du ihn jetzt öffnest, sterben Menschen.“

„Menschen sterben bereits.“

„Noch nicht genug, damit du verstehst, was darauf ist.“

Ich sah ihn wütend an.

„Dann erklär es.“

Ethan steckte den Stick wieder ein.

„Darauf befindet sich nicht nur eine Namensliste.“

„Was dann?“

„Beweise.“

„Gegen Blackstone?“

„Gegen alle.“

Daniel trat näher.

„Du musst ihm glauben.“

Ich sah ihn an.

„Warum?“

Daniel antwortete:

„Weil ich die Liste schon einmal gesehen habe.“

„Wann?“

„Vor zehn Jahren.“

„Und?“

Er sah Richard an.

„Mein Vater wollte sie veröffentlichen.“

Richard schloss die Augen.

„Ja.“

Ich spürte einen Knoten im Hals.

„Und deshalb musste er verschwinden.“

Richard nickte.

„Ja.“

Courtney sah ihren Vater an.

„Und meine Mutter?“

Richard antwortete nicht.

Ich wusste, was das bedeutete.

Shirley war noch gefährlicher, als ich gedacht hatte.

Plötzlich vibrierte Courtneys Telefon.

Eine Nachricht.

DU HAST ZEHN MINUTEN.

Darunter eine Adresse.

Ein verlassenes Parkhaus.

Ethan las die Nachricht.

„Wir gehen nicht dorthin.“

Courtney sah ihn an.

„Warum?“

„Weil sie wollen, dass wir dorthin kommen.“

Ich fragte:

„Was sollen wir stattdessen tun?“

Ethan sah Richard an.

„Wir brauchen den zweiten Schlüssel.“

Ich runzelte die Stirn.

„Welchen zweiten Schlüssel?“

Richard antwortete:

„Deine Mutter hat die Daten nicht auf einem einzigen Gerät gespeichert.“

„Wo ist der andere Teil?“

Richard sah mich lange an.

„Bei Shirley.“

Mein Herz schlug schneller.

„Dann gehen wir zu ihr.“

* * *

Eine Stunde später standen wir vor Shirleys Haus.

Die Tür war offen.

Im Wohnzimmer war niemand.

Keine Möbel waren beschädigt.

Keine Spuren eines Kampfes.

Aber auf dem Tisch lag ein Umschlag.

Mein Name stand darauf.

Ich öffnete ihn.

Darin war ein Foto meiner Mutter.

Auf der Rückseite stand:

Brandon, wenn du das liest, ist Shirley bereits in Gefahr.

Ich sah Courtney an.

„Sie wusste, dass das passieren würde.“

Ethan nahm das Foto.

„Sie hat euch absichtlich hierher geschickt.“

Dann hörten wir ein Geräusch aus dem Keller.

Ein dumpfes Klopfen.

Courtney flüsterte:

„Mama?“

Wir liefen nach unten.

Shirley saß dort.

Gefesselt.

Blut an ihrer Stirn.

Aber sie lebte.

Courtney rannte zu ihr.

„Mama!“

Shirley hob den Kopf.

„Ihr müsst verschwinden.“

„Wer hat das getan?“, fragte ich.

Shirley sah mich an.

„Ethan.“

Alle erstarrten.

Ethan wurde blass.

„Was?“

Shirley begann zu weinen.

„Er war es.“

Ich drehte mich zu Ethan.

„Du?“

„Nein.“

Shirley sagte:

„Ethan hat mich vor drei Stunden besucht.“

Ethan schüttelte den Kopf.

„Das war nicht ich.“

„Ich habe ihn gesehen.“

Ethan trat näher.

„Nein. Du hast jemanden gesehen, der wie ich aussieht.“

Shirley erstarrte.

„Was?“

Ethan zog ein Foto aus seiner Tasche.

Darauf stand ein Name:

Nathan Kane.

„Mein Zwillingsbruder.“

Ich konnte kaum sprechen.

„Du hast einen Zwillingsbruder?“

Ethan nickte.

„Und er arbeitet für Blackstone.“

Shirley sah ihn an.

Dann flüsterte sie:

„Er hat den USB-Stick.“

Ich spürte, wie mir das Blut aus dem Gesicht wich.

„Dann ist er uns immer einen Schritt voraus.“

Ethan sah mich an.

„Nein.“

Er hob den Blick.

„Jetzt weiß ich, wo er hingeht.“

„Wohin?“

Ethan antwortete:

„Zu deiner Mutter.“