Meine Schwiegermutter setzte meine Kinder an den Katzentisch
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Meine Schwiegermutter setzte meine Kinder an den Katzentisch

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TEIL 14 — DAS ARCHIV UNTER DEM HAYES-GEBÄUDE

Wir erreichten das alte Hayes-Gebäude kurz vor Mitternacht.

Das Gebäude war verlassen.

Zumindest offiziell.

Nathan führte uns durch einen Seiteneingang.

„Hier.“

Er zeigte auf eine Metalltür.

Meine Mutter steckte den Schlüssel hinein.

Die Tür öffnete sich.

Dahinter führte eine Treppe tief unter die Erde.

Je weiter wir hinuntergingen, desto kälter wurde die Luft.

Am Ende erreichten wir einen riesigen Raum.

Regale.

Computer.

Akten.

Dutzende Festplatten.

„Das ist es“, sagte meine Mutter.

„Das Archiv.“

Ich ging zu einem Terminal.

Der Bildschirm leuchtete auf.

PROJEKT HAYES — MASTER FILE

Mein Name erschien.

BRANDON HAYES.

Darunter:

SUBJEKT 01.

Ich erstarrte.

„Subjekt?“

Meine Mutter trat neben mich.

„Dein Vater hat dich nicht nur versteckt.“

„Was dann?“

„Er hat dich als Erben eingesetzt.“

„Für was?“

Sie zeigte auf den Bildschirm.

BLACKSTONE CONTROL PROTOCOL.

Ich verstand nicht.

Dann öffnete sich eine Datei.

Darin standen meine Geburtsdaten.

Meine DNA.

Meine medizinische Geschichte.

Alles.

„Sie haben mich von Geburt an überwacht.“

Meine Mutter nickte.

„Ja.“

„Warum?“

„Weil du der einzige Erbe bist, der Blackstone vollständig übernehmen könnte.“

Ich lachte ungläubig.

„Ich will dieses Netzwerk nicht.“

„Das weiß ich.“

Sie sah mich an.

„Deshalb habe ich versucht, dich fernzuhalten.“

Courtney trat näher.

„Und was hat das mit uns zu tun?“

Meine Mutter öffnete eine weitere Datei.

Darin waren ihre Daten.

COURTNEY HAYES — SECONDARY HEIR.

Courtney wurde blass.

„Ich?“

„Ja.“

Dann erschien ein dritter Name.

DANIEL HAYES.

Ich sah meinen Bruder an.

„Du auch.“

Daniel schluckte.

„Dann sind wir alle Erben.“

„Nicht ganz“, sagte meine Mutter.

Sie öffnete eine letzte Datei.

Darin stand:

THREE HEIRS REQUIRED.

Ich verstand.

„Drei Personen.“

Meine Mutter nickte.

„Wenn ihr drei gemeinsam unterschreibt, kann Blackstone aufgelöst werden.“

Stille.

„Dann machen wir es.“

Ich trat zum Terminal.

Doch plötzlich erschien eine Nachricht.

ACCESS DENIED.

Darunter:

ORIGINAL FOUNDER REQUIRED.

Courtney fragte:

„Wer ist der Gründer?“

Meine Mutter sah mich an.

„Dein Großvater.“

Plötzlich hörten wir Schritte.

Langsam.

Ruhig.

Jemand kam aus dem dunklen Korridor.

Ich drehte mich um.

Und dann sah ich ihn.

Ein älterer Mann.

Graues Haar.

Stock.

Ruhiger Blick.

Ich erkannte ihn sofort aus den alten Fotos.

Mein Großvater.

Er lächelte.

„Brandon.“

Niemand bewegte sich.

Meine Mutter begann zu weinen.

„Vater.“

Er sah sie an.

„Elena.“

Dann blickte er zu Courtney.

„Meine Enkelin.“

Und schließlich zu Daniel.

„Mein Enkel.“

Er ging langsam näher.

„Ihr habt lange gebraucht.“

Ich konnte nur einen Satz sagen.

„Warum hast du uns das angetan?“

Er sah mich ernst an.

„Ich habe euch nicht zerstört.“

„Du hast unsere Familie auseinandergerissen.“

„Damit sie überlebt.“

„Das sagten alle.“

Er nickte.

„Und vielleicht haben sie alle gelogen.“

Ich sah ihn an.

„Was ist die Wahrheit?“

Er setzte sich.

„Blackstone wurde nicht gegründet, um Menschen zu kontrollieren.“

„Warum dann?“

„Um sie zu schützen.“

Ich lachte bitter.

„Das hat ja wunderbar funktioniert.“

Er sah mich lange an.

„Bis Victor Kane die Kontrolle übernahm.“

Nathan wurde blass.

„Mein Vater.“

„Ja.“

„Er hat Blackstone verändert.“

Mein Großvater nickte.

„Und er begann, Kinder zu benutzen.“

Ich sah Ethan an.

„Deshalb ihr.“

„Ja.“

Mein Großvater sah mich an.

„Deine Mutter wollte euch retten.“

„Und du?“

„Ich wollte Blackstone zerstören.“

Er zeigte auf den Computer.

„Aber ich konnte es nicht allein.“

„Warum?“

„Weil der Mastercode an meine Blutlinie gebunden wurde.“

Ich verstand.

„An uns.“

„Ja.“

Dann hörten wir einen Schuss.

Mein Großvater fiel zu Boden.

„GROẞVATER!“

Nathan drehte sich um.

Am Ende des Korridors stand ein Mann.

Ich erkannte ihn sofort.

Walter.

Aber er war nicht allein.

Neben ihm stand Shirley.

Und sie hielt eine Waffe.

Courtney flüsterte:

„Mama …“

Shirley sah sie an.

„Es tut mir leid.“

Walter lächelte.

„Jetzt endet die Familie.“

Er hob die Waffe.

„Und Blackstone beginnt neu.“