Mein Mann schlug meinen hochschwangeren Bauch wegen einer 14-Dollar-Babydecke gegen die Kasse.
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Mein Mann schlug meinen hochschwangeren Bauch wegen einer 14-Dollar-Babydecke gegen die Kasse.

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TEIL 16 — DAS LABOR UNTER DER ERDE

Mein Vater überlebte den Schuss.

Knapp.

Die Kugel hatte seine Schulter durchschlagen.

Doch er konnte sprechen.

„Du darfst nicht hingehen.“

Ich saß neben seinem Bett.

„Ich werde gehen.“

„Maya.“

„Sophia ist dort.“

Er schloss die Augen.

„Genau das will Harris.“

„Dann benutzen wir seine Falle gegen ihn.“

Miller kam herein.

„Wir haben einen Plan.“

Ich sah ihn an.

„Welchen?“

„Wir lassen Harris glauben, dass Sie allein kommen.“

„Und in Wirklichkeit?“

„Das Labor wird von außen umstellt.“

Mein Vater schüttelte den Kopf.

„Er kennt die Polizei.“

Miller antwortete:

„Nicht diese.“

Er legte einen Plan auf den Tisch.

Das alte Labor lag unter einem verlassenen Industriegebäude.

Drei Eingänge.

Zwei davon waren seit Jahren verschlossen.

Ein dritter führte direkt in einen unterirdischen Komplex.

„Wir gehen durch den dritten Eingang.“

Ich sah auf den Plan.

„Und wenn Harris dort auf mich wartet?“

„Dann ist er genau da, wo wir ihn haben wollen.“

* * *

Kurz vor Mitternacht erreichten wir das Gebäude.

Ich trug eine kleine Kamera unter meiner Jacke.

Miller war nur wenige Meter hinter mir.

Doch für Harris sollte ich allein sein.

Ich öffnete die Tür.

Dunkelheit.

Ein langer Gang.

Dann ging plötzlich das Licht an.

Eine Stimme ertönte aus einem Lautsprecher.

„Willkommen, Maya.“

Harris.

Ich blieb stehen.

„Wo ist Sophia?“

„Sie lebt.“

„Meine Mutter?“

„Auch.“

„Dann lass sie gehen.“

„Du weißt, dass das nicht funktioniert.“

Ich ging weiter.

„Was willst du?“

„Dich.“

„Warum?“

„Weil du mir gehörst.“

Ich blieb stehen.

„Ich gehöre niemandem.“

Harris lachte.

„Du weißt immer noch nicht, wer du bist.“

Eine Tür öffnete sich.

Dahinter stand Sophia.

Gefesselt.

Ich wollte zu ihr rennen.

„Maya!“

Harris erschien hinter ihr.

„Noch einen Schritt und sie stirbt.“

Ich blieb stehen.

„Was willst du?“

Er zeigte auf einen Tisch.

Darauf lagen medizinische Geräte.

„Eine Blutprobe.“

„Nein.“

„Dann deine Mutter.“

Meine Mutter wurde in den Raum gebracht.

Sie sah erschöpft aus.

„Maya, geh weg!“

„Mama.“

„Vertrau ihm nicht.“

Harris lächelte.

„Sie hat dich fast dein ganzes Leben lang belogen.“

Ich sah meine Mutter an.

„Warum?“

Sie weinte.

„Weil ich Angst hatte.“

„Vor Harris?“

„Ja.“

„Warum hast du mich nicht beschützt?“

Sie senkte den Kopf.

„Ich dachte, dein Vater hätte dich gerettet.“

„Hat er.“

„Nein.“

Ich sah sie an.

„Was?“

Meine Mutter sagte:

„Dein Vater hat dich aus dem Labor geholt.“

Sie zitterte.

„Aber ich war diejenige, die dich zurückgebracht hat.“

Mein Herz zerbrach.

„Was?“

„Als du ein Jahr alt warst.“

Sie begann zu weinen.

„Harris hatte dich gefunden.“

„Warum lebe ich dann?“

Sie sah zu Harris.

„Weil er dich nicht töten wollte.“

„Was wollte er?“

Harris antwortete selbst:

„Dich beobachten.“

Ich wich zurück.

„All die Jahre?“

„Ja.“

„Meine Ehe.“

„Ich wusste von Brandon.“

„Meine Schwangerschaft.“

„Ich habe sie geplant.“

Ich bekam keine Luft.

„Was?“

Harris lächelte.

„Du glaubst wirklich, dass deine Schwangerschaft ein Zufall war?“

Ich legte beide Hände auf meinen Bauch.

„Nein.“

„Doch.“

Er trat näher.

„Brandon sollte dich überwachen.“

„Aber er hat mich geliebt.“

„Vielleicht.“

Harris zuckte mit den Schultern.

„Liebe war nie Teil des Plans.“

* * *

Plötzlich flackerte das Licht.

Miller hatte den Strom unterbrochen.

Harris drehte sich um.

In diesem Moment stürmten Polizisten in den Raum.

Schüsse fielen.

Glasscheiben zerbarsten.

Sophia wurde befreit.

Meine Mutter fiel zu Boden.

Ich rannte zu ihr.

„Mama!“

„Lauf!“

Harris verschwand durch eine Seitentür.

Miller rannte hinterher.

Ich folgte ihm.

Der Gang führte tiefer unter die Erde.

Dann öffnete sich ein riesiger Raum.

Dutzende Monitore.

Akten.

Fotos.

Und an der Wand:

PROJEKT GENESIS — PHASE III

Ich sah meinen Namen.

Darunter:

MAYA — TRÄGERIN

Und darunter:

KIND — AKTIV

Ich konnte kaum atmen.

„Was bedeutet das?“

Miller sah auf den Bildschirm.

„Das ist keine Patientenakte.“

„Was dann?“

Er zeigte auf die letzte Zeile.

„Phase III: Übertragung abgeschlossen.“

Ich verstand nicht.

Dann erschien plötzlich ein Live-Bild.

Mein Baby.

Nicht in meinem Bauch.

Auf einem Ultraschallmonitor.

Jemand hatte den Herzschlag meines Babys aufgezeichnet.

Doch darunter stand eine Zahl.

Eine genetische Sequenz.

Miller wurde blass.

„Maya.“

„Was?“

„Das ist kein normales Genprofil.“

Ich sah ihn an.

„Was ist es?“

Er antwortete:

„Es ist eine exakte Übereinstimmung mit Harris.“

Ich erstarrte.

Dann hörten wir Schritte.

Harris stand am anderen Ende des Raumes.

In seiner Hand hielt er eine Waffe.

„Jetzt verstehst du.“

Miller richtete seine Waffe auf ihn.

„Lassen Sie die Waffe fallen.“

Harris lächelte.

„Sie können mich verhaften.“

Er sah mich an.

„Aber dann wird niemand erfahren, was dein Kind wirklich ist.“

„Was ist mein Baby?“

Harris antwortete:

„Die erste perfekte Generation.“

Ein Schuss fiel.

Das Licht ging aus.

Als es wieder anging, war Harris verschwunden.

Und auf dem Bildschirm erschien eine neue Nachricht:

„PHASE IV BEGINNT HEUTE NACHT.“

Ich sah auf meinen Bauch.

Das Baby bewegte sich.

Ein Tritt.

Dann noch einer.

Und plötzlich begann auf einem der Monitore eine rote Warnleuchte zu blinken.

PATIENTIN MAYA: GENETISCHE AKTIVIERUNG ERKANNT.

Ich wich zurück.

Miller sah mich an.

„Maya…“

Ich antwortete nicht.

Denn irgendwo tief unter uns begann eine Maschine zu laufen.

Und eine Stimme aus den Lautsprechern sagte:

„Willkommen in Phase Vier.“