Mein Mann schlug meinen hochschwangeren Bauch wegen einer 14-Dollar-Babydecke gegen die Kasse.
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Mein Mann schlug meinen hochschwangeren Bauch wegen einer 14-Dollar-Babydecke gegen die Kasse.

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TEIL 12 — DER MANN IM GEFÄNGNIS

Ich starrte auf die Nachricht.

„Der Mann im Gefängnis ist nicht Richard.“

Für einige Sekunden konnte ich nicht atmen.

„Das ist unmöglich“, flüsterte ich.

Detective Miller sah mich an.

„Wir müssen sofort herausfinden, wer dort sitzt.“

„Aber ich habe ihn gesehen.“

„Sie haben geglaubt, ihn zu sehen.“

Ich schüttelte den Kopf.

„Nein. Ich habe mit ihm gesprochen. Er hat mir von meinem Vater erzählt.“

Miller nahm sein Telefon.

„Und genau das macht es gefährlich.“

Wir fuhren sofort zum Gefängnis.

Während der Fahrt sagte niemand ein Wort.

Ich dachte an den Mann, der vor wenigen Stunden behauptet hatte, Richard zu sein.

Seine Stimme.

Sein Gesicht.

Die Narbe.

Alles hatte gestimmt.

Oder zumindest hatte ich geglaubt, dass alles stimmte.

Als wir das Gefängnis erreichten, wartete bereits der Gefängnisdirektor auf uns.

Sein Gesicht war angespannt.

„Detective Miller, wir haben ein Problem.“

„Was ist passiert?“

„Der Gefangene, den wir unter dem Namen Richard Bennett führen, hat seine Identität bestätigt.“

Miller sah ihn scharf an.

„Wie?“

„Fingerabdrücke.“

„DNA?“

„Noch nicht.“

Miller nickte.

„Dann machen wir jetzt einen DNA-Test.“

Der Direktor zögerte.

„Das ist bereits geschehen.“

Ich sah ihn an.

„Und?“

Er schluckte.

„Die Ergebnisse sind heute Morgen eingetroffen.“

„Was steht darin?“

Der Mann sah mich an.

„Er ist nicht Richard Bennett.“

Mein Magen verkrampfte sich.

„Wer ist er dann?“

„Wir wissen es nicht.“

* * *

Wenige Minuten später standen wir vor der Zelle.

Der Mann saß ruhig auf dem Bett.

Als er mich sah, lächelte er.

„Du bist gekommen.“

Ich trat näher.

„Wer bist du?“

Er antwortete nicht.

Miller stellte sich vor ihn.

„Ihre DNA stimmt nicht mit Richard Bennett überein.“

Der Mann lachte leise.

„Natürlich nicht.“

„Wer sind Sie?“

„Jemand, der sehr lange darauf gewartet hat, dass Maya die Wahrheit herausfindet.“

Ich spürte, wie mir kalt wurde.

„Wo ist Richard?“

„Tot.“

Miller trat näher.

„Wann?“

„Vor drei Jahren.“

Ich erstarrte.

„Dann kann dieser Mann nicht Richard sein.“

„Nein.“

„Wer hat ihn ersetzt?“

Der Fremde sah mich an.

„Dr. Harris.“

Miller schwieg.

„Harris hat ihn benutzt, um alle glauben zu lassen, Richard sei noch am Leben.“

Ich fragte:

„Warum?“

Der Mann antwortete:

„Weil Richard derjenige war, der den ursprünglichen Plan verraten wollte.“

„Welchen Plan?“

Er sah auf meinen Bauch.

„Dein Baby.“

Ich legte instinktiv beide Hände auf meinen Bauch.

„Was ist mit meinem Baby?“

„Es ist der Schlüssel.“

Miller packte die Gitterstäbe.

„Zu was?“

Der Mann lächelte.

„Zu allem.“

Dann stand er auf.

„Aber ihr sucht an der falschen Stelle.“

„Was soll das heißen?“, fragte ich.

Er zeigte auf mich.

„Der Schlüssel ist nicht in deinem Baby.“

Ich hielt den Atem an.

„Wo dann?“

Seine Antwort war kaum hörbar.

„In dir.“

* * *

Noch bevor Miller weitere Fragen stellen konnte, ging plötzlich der Alarm los.

Rote Lichter blinkten.

Sirenen ertönten.

Der Gefängnisdirektor schrie:

„Alle Einheiten zurück!“

„Was passiert?“, fragte ich.

Dann hörten wir Schüsse.

Miller zog seine Waffe.

„Bleiben Sie hinter mir.“

Die Türen wurden verriegelt.

Jemand hatte das Sicherheitssystem manipuliert.

Innerhalb weniger Minuten herrschte Chaos.

Dann fiel der Strom aus.

Dunkelheit.

Ich hörte Schritte.

Jemand kam den Gang entlang.

„Miller?“

Keine Antwort.

Dann wurde meine Hand gepackt.

Ich wollte schreien.

Doch eine Stimme flüsterte:

„Keine Angst.“

Ich erkannte sie.

Sophia.

„Wie bist du hier?“

„Ich bin nicht Sophia.“

Ich erstarrte.

Die Person ließ meine Hand los.

Als die Notbeleuchtung wieder anging, stand eine Frau vor mir.

Sie sah Sophia ähnlich.

Aber sie war nicht Sophia.

Ich wich zurück.

„Wer bist du?“

Sie lächelte traurig.

„Deine dritte Schwester.“

Ich konnte keinen Ton hervorbringen.

„Sophia ist nicht deine Schwester.“

„Was?“

„Sie ist deine Halbschwester.“

Ich schüttelte den Kopf.

„Das stimmt nicht.“

„Unser Vater hatte drei Töchter.“

Sie trat näher.

„Aber nur zwei von euch haben dieselbe Mutter.“

Mein Herz raste.

„Wer bist du?“

Die Frau antwortete:

„Mein Name ist Lily.“

Dann flüsterte sie:

„Und ich war diejenige, die dein Vater versteckt hat.“

Hinter uns fiel eine Tür zu.

Miller rief meinen Namen.

Doch Lily zog mich in einen Seitengang.

„Wir müssen hier raus.“

„Warum sollte ich dir vertrauen?“

Sie sah mich an.

„Weil ich etwas über deine Geburt weiß, das niemand sonst weiß.“

„Was?“

Sie antwortete:

„Du wurdest nicht geboren.“

Ich blieb stehen.

„Was soll das heißen?“

Lily sah mich ernst an.

„Maya, du wurdest erschaffen.“

Ich hörte die Worte.

Doch mein Verstand weigerte sich, sie zu akzeptieren.

Dann sagte sie:

„Und dein Vater hat dich nicht gerettet.“

Eine Pause.

„Er hat dich gestohlen.“