Eine Woche vor meiner Hochzeit bezahlte mein Verlobter einen Mann dafür,
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Eine Woche vor meiner Hochzeit bezahlte mein Verlobter einen Mann dafür,

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TEIL 2 — DER PLAN, DER CHRISTIAN ZU FALLEN BRINGEN WÜRDE

Gabriel stand vor meinem Krankenhausbett und sah mich an, als würde er gerade einen Geist sehen.

„Genevieve… du bist wach.“

Seine Stimme zitterte.

Ich nickte langsam.

Mein Gesicht brannte noch immer unter den Verbänden.

Mein Körper fühlte sich schwach an.

Aber etwas in mir war plötzlich stärker als der Schmerz.

Die Wahrheit.

Fünf Jahre lang hatte ich einen Mann geliebt, der mich jeden Tag angelogen hatte.

Fünf Jahre lang hatte ich geglaubt, ich hätte den perfekten Partner gefunden.

Und jetzt wusste ich:

Ich war nicht seine Frau gewesen.

Ich war sein Plan.

Seine Fassade.

Seine Versicherung gegen die Öffentlichkeit.

„Gabriel.“

Meine Stimme war kaum hörbar.

„Wenn du mir helfen willst, musst du mir versprechen, dass du niemandem etwas sagst.“

Er sah mich verwirrt an.

„Niemandem? Nicht einmal der Polizei?“

Ich schloss kurz die Augen.

„Noch nicht.“

Er trat näher.

„Genevieve, dieser Mann hat versucht, dich zu zerstören.“

Ich sah ihn an.

„Nein.“

Eine Pause.

„Er hat versucht, mich unsichtbar zu machen.“

Gabriel verstand langsam.

Christian wollte nicht nur mein Gesicht verletzen.

Er wollte mein Leben übernehmen.

Er wollte mich aus der Öffentlichkeit verschwinden lassen.

Während alle Menschen ihn bemitleideten.

Während alle dachten, er wäre der treue Verlobte, der bei seiner verletzten Partnerin blieb.

„Was willst du tun?“, fragte Gabriel leise.

Ich sah zur Tür.

Dann zurück zu ihm.

„Ich werde ihn glauben lassen, dass sein Plan funktioniert hat.“

* * *

Am nächsten Morgen kam Christian wieder.

Natürlich kam er nicht allein.

Er brachte Blumen.

Kameras.

Und ein trauriges Gesicht.

Genau das Gesicht, das seine Fans liebten.

Der berühmte Sänger, der seine verletzte Verlobte nicht im Stich ließ.

Die perfekte Geschichte.

Er setzte sich neben mich.

„Mein Liebling.“

Ich hätte fast gelacht.

Fast.

Aber ich spielte meine Rolle.

Ich öffnete langsam die Augen.

„Christian…“

Sofort nahm er meine Hand.

„Ich bin hier.“

Ich sah die Kameras hinter ihm.

„Warum sind sie hier?“

Er wirkte überrascht.

„Die Menschen sollen wissen, dass ich dich unterstütze.“

Unterstütze.

Dieses Wort fühlte sich wie eine Beleidigung an.

Aber ich lächelte schwach.

„Du bist so gut zu mir.“

Seine Augen wurden weich.

Er glaubte mir.

Er glaubte wirklich, dass ich noch dieselbe Frau war.

Die Frau, die ihm alles verzieh.

Die Frau, die immer an das Gute in ihm glaubte.

„Die Hochzeit müssen wir natürlich verschieben“, sagte er.

Ich sah ihn an.

„Natürlich.“

Er streichelte meine Hand.

„Aber unsere Liebe wird das überstehen.“

Ich hielt seinen Blick.

„Ja.“

Dann sagte ich den Satz, den er hören wollte:

„Ich brauche dich.“

Und in seinem Gesicht erschien dieses kleine Zeichen von Erleichterung.

Er dachte, er hätte gewonnen.

* * *

Nachdem Christian gegangen war, setzte sich Gabriel wieder zu mir.

„Du hast ihn angelogen.“

Ich sah aus dem Fenster.

„Ja.“

„Das ist gefährlich.“

Ich nickte.

„Ich weiß.“

Dann drehte ich mich zu ihm.

„Aber ich muss wissen, wie weit er gegangen ist.“

Gabriel schwieg.

„Was meinst du?“

Ich antwortete:

„Ich glaube nicht, dass der Angriff sein einziger Plan war.“

Gabriel wurde still.

Denn tief in seinem Inneren wusste er, dass ich recht hatte.

Christian Prescott war nicht der Typ Mann, der nur eine Möglichkeit vorbereitete.

Er plante alles.

* * *

In den nächsten Tagen begann ich, Informationen zu sammeln.

Gabriel half mir.

Zum ersten Mal sah ich den Mann hinter dem Manager.

Nicht den Menschen, der Christian zu Ruhm verholfen hatte.

Sondern jemanden, der endlich verstanden hatte, was er getan hatte, indem er geschwiegen hatte.

Er brachte mir Unterlagen.

Telefonaufzeichnungen.

Termine.

Nachrichten.

Und dann fanden wir etwas.

Etwas, das meinen Verdacht bestätigte.

Christian hatte nicht erst vor einer Woche angefangen, mich zu verraten.

Die Beziehung mit Sabrina hatte bereits vor Jahren begonnen.

Kurz nachdem wir verlobt waren.

Während ich unser gemeinsames Zuhause plante.

Während ich über unser erstes Kind sprach.

Während ich nachts neben ihm einschlief.

Hatte er ein anderes Leben aufgebaut.

* * *

Aber die schlimmste Entdeckung kam durch eine alte E-Mail.

Eine Nachricht zwischen Christian und seinem Anwalt.

Der Betreff lautete:

„Plan für Genevieve nach der Hochzeit.“

Meine Hände zitterten, als ich sie öffnete.

Darin stand:

Christian wollte nach der Hochzeit eine Stiftung gründen.

Eine öffentliche Geschichte über meine „Genesung“.

Er wollte als der liebevolle Mann erscheinen, der seine entstellte Frau unterstützte.

Und ich?

Ich sollte in einem privaten Haus außerhalb der Stadt leben.

Mit Geld.

Mit Personal.

Mit allem außer Freiheit.

Er wollte mich nicht töten.

Er wollte etwas Schlimmeres.

Er wollte, dass ich weiterlebe.

Aber in einem Leben, das er kontrollierte.

* * *

Ich legte das Handy weg.

Gabriel sah mich vorsichtig an.

„Genevieve…“

Ich antwortete nicht.

Denn in diesem Moment passierte etwas in mir.

Die alte Genevieve war verschwunden.

Die Frau, die darauf wartete, gerettet zu werden.

Die Frau, die glaubte, Liebe bedeute Vergebung.

Sie existierte nicht mehr.

„Was machen wir jetzt?“, fragte Gabriel.

Ich sah ihn an.

„Wir lassen ihn gewinnen.“

Er runzelte die Stirn.

„Was?“

Ich lächelte zum ersten Mal seit dem Angriff.

Aber es war kein glückliches Lächeln.

„Christian glaubt, er kennt mich.“

Ich blickte auf die Unterlagen.

„Er glaubt, ich bin zerstört.“

Eine Pause.

„Er weiß nicht, dass er mir gerade den Grund gegeben hat, gegen ihn zu kämpfen.“

Gabriel schwieg.

Dann fragte er:

„Und was ist dein Plan?“

Ich sah zur Tür.

Dorthin, wo Christian jeden Tag durchging und dachte, er hätte die Kontrolle.

„Ich werde zur Hochzeit gehen.“

Gabriels Augen weiteten sich.

„Nach allem, was er getan hat?“

Ich nickte.

„Ja.“

Dann sagte ich:

„Aber diesmal werde ich nicht als seine Braut erscheinen.“

„Sondern als die Frau, die sein ganzes Imperium zerstören wird.“

Und während Christian draußen vor der Welt den perfekten Verlobten spielte…

begann ich im Stillen meinen eigenen Krieg.

Denn er hatte versucht, mein Gesicht zu zerstören.

Aber er hatte vergessen:

Mein Gesicht war nie meine größte Stärke gewesen.

Meine Wahrheit war es.

FORTSETZUNG FOLGT…