Meine schwangere Frau lag blutend auf dem Boden,
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Meine schwangere Frau lag blutend auf dem Boden,

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TEIL 3 — Ich stellte meinen besten Freund zur Rede, doch er kannte ein Geheimnis über unser Baby

Daniel saß noch immer im schwarzen Wagen.

Ich konnte ihn durch das Fenster sehen.

Er wusste, dass ich ihn entdeckt hatte.

Und trotzdem fuhr er nicht weg.

„Bleib hier“, sagte ich zu Savannah.

„Christopher…“

„Ich werde ihm nur eine Frage stellen.“

Sie griff nach meiner Hand.

„Geh nicht allein.“

Ich sah ihren verletzten Körper an und wusste, dass sie recht hatte.

Wir riefen meinen Sicherheitsdienst.

Zehn Minuten später standen zwei Wagen vor unserem Gebäude.

Als ich nach unten ging, war Daniels Auto verschwunden.

Aber auf dem Asphalt lag etwas.

Ein kleiner schwarzer USB-Stick.

Ich hob ihn auf.

Darauf stand nur ein Wort:

SAVANNAH.

* * *

Wir fuhren nicht ins Krankenhaus.

Noch nicht.

Stattdessen brachte ich Savannah zu einem privaten Arzt, dem ich seit Jahren vertraute.

Nach der Untersuchung sagte der Arzt:

„Das Baby ist stabil.“

Ich atmete erleichtert auf.

Savannah schloss die Augen.

Doch dann fügte der Arzt hinzu:

„Der Stress ist allerdings gefährlich. Sie braucht Ruhe.“

Ich nickte.

„Wir bringen sie an einen sicheren Ort.“

Als wir den Raum verließen, wartete bereits mein Sicherheitschef.

„Christopher.“

Er hielt sein Telefon hoch.

„Der USB-Stick wurde gerade aktiviert.“

Ich erstarrte.

„Von wem?“

„Unbekannt.“

„Kannst du ihn öffnen?“

„Ja.“

Wir gingen in einen separaten Raum.

Auf dem Bildschirm erschien ein Video.

Daniel.

Er saß in einem dunklen Zimmer.

Sein Gesicht wirkte müde.

„Christopher, wenn du das siehst, bedeutet das, dass du endlich verstanden hast, dass Bernice nicht allein gehandelt hat.“

Ich ballte die Hände.

Daniel fuhr fort:

„Ich weiß, dass du mich für einen Verräter hältst.“

Kurze Pause.

„Aber ich habe versucht, dich zu schützen.“

Ich lachte bitter.

„Schützen?“

Das Video lief weiter.

„Vor drei Jahren habe ich herausgefunden, dass Bernice Geld aus deinem Unternehmen abzweigt.“

Ich sah Savannah an.

Sie sagte nichts.

„Ich habe sie konfrontiert“, fuhr Daniel fort. „Sie drohte mir.“

Dann erschien ein Dokument.

Ein Vertrag.

Mein Name.

Daniels Unterschrift.

„Sie hatte Beweise gegen mich.“

Ich runzelte die Stirn.

„Welche Beweise?“

Das Video wechselte.

Ein Foto.

Daniel mit einer Frau.

Ich kannte sie nicht.

Darunter stand:

Erpressung.

Daniel sprach weiter:

„Sie wusste, dass meine Schwester Geld von einem illegalen Kreditgeber geliehen hatte. Wenn ich nicht mitmache, würde sie dafür sorgen, dass meine Familie alles verliert.“

Ich sah auf den Bildschirm.

Zum ersten Mal begann ich zu zweifeln.

Dann sagte Daniel etwas, das alles veränderte.

„Aber das Schlimmste habe ich erst vor sechs Monaten erfahren.“

Das Bild wurde schwarz.

Dann erschien ein Ultraschallbild.

Ich erkannte es sofort.

Unser Baby.

„Was zum Teufel…?“

Daniels Stimme erklang:

„Bernice hat nicht nur versucht, Savannah zu kontrollieren.“

„Sie wollte das Kind kontrollieren.“

Ich sah Savannah an.

Sie wurde blass.

„Warum?“

Daniel antwortete:

„Weil sie glaubt, dass dein Baby Anspruch auf etwas hat, das seit Generationen verborgen wurde.“

Das Video endete.

Stille.

Ich drehte mich zu Savannah.

„Was bedeutet das?“

Sie schüttelte den Kopf.

„Ich weiß es nicht.“

„Du hast mir drei Jahre lang etwas verschwiegen.“

„Nicht absichtlich.“

„Dann sag mir alles.“

Tränen liefen über ihr Gesicht.

„Vor drei Jahren, kurz nach unserer Hochzeit, kam deine Mutter zu mir.“

„Was wollte sie?“

„Sie wollte wissen, ob meine Familie noch Kontakt zu einem bestimmten Anwalt hatte.“

„Welchem?“

Savannah nannte einen Namen.

Ich kannte ihn.

Elliot Warren.

Der Anwalt, der die meisten geheimen Verträge meiner Familie verwaltete.

„Warum?“

„Sie sagte, dein Großvater habe vor seinem Tod ein Testament hinterlassen, das nie veröffentlicht worden sei.“

Mein Herz schlug schneller.

„Ein geheimes Testament?“

Sie nickte.

„Und darin soll etwas über das ungeborene Kind deines ältesten Sohnes stehen.“

Ich starrte sie an.

„Aber ich bin das einzige Kind meiner Eltern.“

„Genau.“

Plötzlich verstand ich.

Meine Mutter hatte nie Angst vor Savannah gehabt.

Sie hatte Angst davor, was unser Kind erben könnte.

Ich stand auf.

„Wir suchen Elliot.“

Doch in diesem Moment öffnete sich die Tür.

Mein Sicherheitschef trat herein.

„Christopher, wir haben ein Problem.“

„Was?“

„Elliot Warren ist seit gestern verschwunden.“

Savannah hielt den Atem an.

„Und noch etwas.“

Er legte sein Telefon auf den Tisch.

„Wir haben die Überwachungskamera aus Bernices altem Büro gefunden.“

Auf dem Video war Bernice zu sehen.

Daneben stand Daniel.

Und zwischen ihnen lag eine Akte.

Ich konnte den Titel erkennen.

ERBSCHAFT — UNGEBORENES KIND

Dann hörte ich Bernices Stimme.

„Wenn Savannah das Kind bekommt, verlieren wir alles.“

Daniel antwortete:

„Dann darf das Kind nicht erfahren, wem es wirklich gehört.“

Das Video stoppte.

Ich sah Savannah an.

„Wem gehört unser Baby?“

Sie antwortete nicht.

Denn plötzlich begann ihr Telefon zu klingeln.

Dieselbe unbekannte Nummer wie zuvor.

Diesmal nahm ich ab.

„Wer ist da?“

Eine Männerstimme sagte:

„Christopher, du suchst nach der falschen Person.“

„Wer bist du?“

„Jemand, der deinen Vater kannte.“

Ich erstarrte.

Mein Vater war seit zwölf Jahren tot.

Die Stimme fuhr fort:

„Deine Mutter hat dir nie erzählt, dass dein Vater einen zweiten Erben hatte.“

Ich sah Savannah an.

Dann sagte der Mann:

„Und dieser Erbe lebt.“

Die Verbindung wurde unterbrochen.

Ich konnte kaum atmen.

Denn wenn das stimmte, bedeutete es, dass meine gesamte Familie auf einer Lüge aufgebaut war.

Und irgendwo außerhalb dieses Krankenhauses lebte jemand, der möglicherweise Anspruch auf alles hatte, was ich besaß.

Doch was ich am nächsten Morgen erfuhr, war noch schlimmer.

Der Mann, den alle für den unbekannten Erben hielten…

stand bereits vor unserer Haustür.